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Japan, meine große Sehnsucht

Die letzte Japanreise ist noch nicht mal ein Jahr her und trotzdem zieht es mich gedanklich immer wieder in das Land der aufgehenden Sonne. Oft werde ich gefragt, warum ich schon wieder nach Japan  fliegen will. Meistens schwingt ein leichter Klang von Missverständnis für so eine, nicht gerade preiswerte Reise mit. Wir haben doch Italien um die Ecke? oder Willst du nicht auch mal was anderes sehen? sind Sätze mit denen ich oft konfrontiert werde. Der Grund, warum es mich so stark in dieses fremde Land zieht, möchte ich diesmal in einem sehr persönlichen Blogbeitrag beantworten.

Inspiration in Kyoto

 

Wenn es um meine Japan-Reiselust geht, ist Willst du nicht mal woanders hin?  der meistgehörte Satz. Grundsätzlich ist mein Interesse für andere Länder und Kulturen ebenso vorhanden und wichtig, aber ganz speziell die japanische Kultur hat für mich einen ganz besonderen Anreiz. Wenn ich an Japan denke, dann verspüre ich mehr als nur Erkundungslust, sondern brenne förmlich vor Interesse.

 

Da ich mich als einen leidenschaftlich kreativen Menschen bezeichne, ist Japan ein Ort der puren Inspiration. Nicht nur mein Berufsfeld fordert auf Abruf kreativ zu denken, sondern auch in meiner Freizeit gehe ich gerne kreativen Gedanken nach.

Aber was meine ich mit kreativ?

 

Kreativität bedeutet für mich aus sich oder seiner Umgebung etwas zu interpretieren und in ein Werk jeglicher Form zu bringen.  Aus diesem Ansporn achte ich auf alles in meiner Umgebung. Daraus entwickeln sich schließlich Ideen, welche ich  zum Beispiel für einen Blogbeitrag oder architektonischen Entwurf nutzen kann.

 

floratcha in japan

Wenn ich an Japan denke, dann verspüre ich mehr als nur Erkundungslust, sondern brenne förmlich vor Interesse.

Mich von Japan kreativ inspirieren zu lassen, fing erst am Ende des Bachelorstudiums an. Genauer gesagt, erst mit meiner Bachelorarbeit im Jahr 2014. Mein Entwurf war ein Pavillon, welcher von der japanischen Ornamentik und Origamitechnik inspiriert wurde. Nach zweieinhalb Jahren Berufserfahrung -ohne Japan- war ich glücklich mein Thema im Masterstudiengang wieder umsetzen zu können. Viele der jetzigen Entwürfe tragen Ansätze der japanischen Kultur. 

asa-no-ha von floratcha

 

 

 

 

Ich bin zum Beispiel ein großer Fan der traditionellen Farben, meine Lieblingsfarbe

ist Mizu-iro (水色), die Farbe  des Wassers.

 

Natürlich kopiere ich das Gesehene nicht einfach, sondern interpretiere neu, um eine Verbindung aus europäischer und japanischer Sichtweise zu formen. Dabei bin ich stets eine Lernende, welche in Japan ihre Quelle der Inspiration gefunden hat. Und genau aus diesem Grund ist mein Wunsch nach Japan zu reisen allgegenwärtig. In Japan finde ich unzählige Eindrücke, welche mir, meiner Arbeit und diesen Blog stets Feuer geben. 

Ich hoffe der persönliche Blog hat euch gefallen. Wie ihr lesen könnt brenne ich förmlich Neues zu entdecken und über Japan zu lernen.  Brennt ihr auch für etwas? Mit welchem Thema könntet ihr euch ewig beschäftigen?

 

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt genau zu erfahren, was ich an Japan so liebe, dann schaut doch mal bei Nipponinsider vorbei.
>> Fünf Gründe, Japan zu lieben. <<

 

floratcha


KURZE INFO

Ich freu mich immer über jeden eurer Kommentare. Leider aber kann ich keine  persönlichen Antworten direkt unter eurem Eintrag hinterlassen (großes Manko!), sondern muss genauso wie ihr ein Kommentar hinterlassen. Deshalb, falls ihr mir etwas schreibt, dann schaut bitte wieder vorbei, ob ich euch einpaar Zeilen darunter geantwortet habe.

 

Ich lese jedes Kommentar und schau mir auch die hinterlassenen Homepages an. :-)

 

Vielen Dank für eure Leselust an diesem Blog.

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Kommentare: 3
  • #1

    Thomas (Donnerstag, 15 Februar 2018 06:55)

    Guten Morgen :)

    wieder ein sehr schöner und offener Eintrag.

    Bei mir gibt es mehrere Dinge, für die ich brenne oder auf die ich neugierig bin. Ein Teil liegt bei Aikido oder Iaido, womit ich meine Familie sicherlich gewaltig nerven kann ;)
    Der andere Teil liegt großteils in der japanischen Kultur/Lebensstil und dem vergangenen Leben der Menschen in Japan mit den alten Werten.
    Wenn ich darüber nachdenke, gibt es eine Menge aufzuzählen, was ich interessant an Japan finde und worüber ich mehr erfahren will, dies wäre hier zuviel zum aufzählen :)

    Ich freue mich wieder auf den nächsten Eintrag hier


    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • #2

    Floratcha (Dienstag, 20 Februar 2018 09:49)

    Guten Morgen Thomas

    erstmal vielen, lieben Dank für dein Kommentar. Ich denke, wenn man etwas mit leidenschaftlichen Interesse verfolgt, dann gibt es immer jemanden, dem man damit auf die Nerven fallen kann. :)
    Was genau sagt dir bei den alten Werten Japans zu? Das würde mich jetzt interessieren.

    LG und danke, dass du dabei bist
    Floratcha

  • #3

    Thomas (Montag, 05 März 2018 13:35)

    Hallo Flora,

    mal sehen ob ich dies erklären kann.
    Ich meine damit die Zeit vor dem Krieg und vor allem die Zeit bevor die Amerikaner zuviel Einfluß hatten.

    Bei uns im Verein werden die sieben Tugenden der Samurai gelehrt;
    Gi (義): Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Rechtlichkeit
    Yu (勇): Mut
    Jin (仁): Menschlichkeit
    Rei (礼): Einhaltung der Etikette, Höflichkeit
    Makoto (誠) oder Shin (真): Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Unverfälschtheit
    Meiyo (名誉): Ehrbewusstsein
    Chūgi (忠義), auch Chū (忠): Loyalität, Pflichtbewusstsein, Treue

    das sind Werte die ich doch sehr schätze.
    Außerdem die alte Verbundenheit zur Natur und zu den alten Göttern, und der versuch nach dem Dasein zu streben.
    Auch wenn es in Japan immer weniger wird, bin ich mittlerweile zu der Meinung gekommen, dass die Japaner immer noch mehr Kultur haben als wir Deutschen.

    So,

    ich hoffe ich konnte es einigermaßen erklären. :)

    Liebe Grüße zurück
    und ich bin gerne dabei

    Thomas